Lieber Innerer Schweinehund …

Lieber Innerer Schweinehund,

wir sind in unserer Beziehung an einem Punkt angelangt, an dem es nichts mehr nützt, zu diskutieren. Denn man kann einfach nicht vernünftig mit dir reden!

Morgens, wenn ich im Bett liege, flüsterst du mir ins Ohr, dass es schon in Ordnung wäre, noch ein Weilchen liegen zu bleiben. Wenn sich die Texte, die ich für die Uni lesen müsste, auf meinem Schreibtisch stapeln, dann redest du mir ein, dass ich den Fernseher anschalten solle.  Ich studiere ja schließlich Medien – da wäre Fernsehen ja fast schon so etwas wie lernen. Und wenn ich den Boden in meinem Zimmer nicht mehr sehen kann, zwinkerst du mir zu und erzählst mir, Unordnung sei eigentlich Gehirnjogging. Denn so müsste ich mich daran erinnern, wo ich was hingestellt habe und Aufräumen sei nur für Leute, die zu faul zum Denken wären. So geht das jetzt seit Jahren. Ich gebe dir einfach zu viel Macht. Jedes Silvester versuche ich, dich zu bezwingen, doch sobald auch die letzte Rakete von den Gehwegen gewischt wurde, stehst du wieder vor der Tür und ich heiße dich mit offenen Armen willkommen.

Doch jetzt wird ein Schlussstrich gezogen!

Nach all der Schokolade, die du mich essen lässt, muss jetzt ein härteres Regiment geführt werden: Wir werden Sport machen!

Egal, was für verdrehte Fakten du mir übers Fitnessstudio erzählst. Entgegen deiner Meinung, ist Sport keine Einstiegsdroge für Adrenalinjunkies. Ein Fitnessstudio ist auch keine Strohfirma für die Steroidenmafia. Genauso wenig wie es ein illegales Set für einen Porno ist.

Und bevor du mir jetzt gleich wieder andere Ausreden in den Mund legst, nehme ich dir lieber sofort den Wind aus den Segeln: Nein, wenn es regnet, ist es nicht unverantwortlich der Umwelt gegenüber, das Haus zu verlassen, weil man seine Wäsche dann öfter waschen muss. Nein, bei Sonne ist es nicht deine Pflicht, die Wärme auszunutzen, nur weil du nicht weißt, wann es das nächste Mal warm ist. Es ist weder zu früh noch zu spät, noch schlecht für meine Haut, wenn ich zweimal am Tag Dusche, und meine Sportsachen sind nicht alle in der Wäsche.

Und ein für alle Mal: Stepper können nicht lachen! Sie quietschen nur – kein Gerät macht Witze auf unsere Kosten. Ja, unser Gesicht wird rot, ja es ist anstrengend, ja, es ist Zeit, die wir für etwas anderes brauchen könnten. Aber wir bezahlen schließlich auch was und ich dulde es nicht mehr, dass du bei jedem Streit die Überhand hast.

Also. Auf, auf. Schwing deine Haxe oder Pfoten (Je nachdem welcher Teil in dir gerade stärker ist. Das Schwein oder der Hund) und komm mit. Die netten Leute mit den Turnschuhen warten auf dich.

Freundlicher Gruß

 

Saskia (deine bessere Hälfte)

 

Quelle Foto: http://www.info-praxisteam.de/2012/02/3_Editorial.php

Das Ziel eines Autors – „Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige“ (Voltaire)

Gestern hat mich jemand gefragt, ob ich denn jetzt, wo ich mein erstes Buch veröffentlicht habe, zufrieden wäre. Ob mein Ziel erreicht wäre.

Ich hab die dreiste Fragenstellerin für drei Minuten stumm angestarrt und dann ein ausdrucksstarkes „Ähh …“ zustande gebracht.

Ob mein Ziel erreicht wäre. Das war die falsche Frage. Die richtige wäre gewesen: Was ist dein Ziel?/War dein Ziel/ Könnte dein Ziel werden?

Die Frage hat mich beschäftigt und ich muss offen sagen, dass ich immer dachte, ich wüsste genau, was mein Ziel war: Endlich das Buch veröffentlichen und dann weitersehen. Nur … der „weitersehen“-Part birgt einige Probleme bei meiner Zielformulierung. Worauf steuere ich eigentlich zu? Oder warum mache ich das, was ich tue?

Was also ist eigentlich das Ziel eines Autors?

Von Anderen gelesen werden

„Wenn ein Autor behauptet, sein Leserkreis habe sich verdoppelt, liegt der Verdacht nahe, dass der Mann geheiratet hat.“

(William Beaverbrook (1879 – 1964), engl. Politiker und Zeitungsverleger)

„Das Ziel des Schreibens ist es, andere sehen zu machen.“

(Joseph Conrad (1857-1924), brit.-poln. Autor)

Natürlich möchte ein Autor, dass seine Werke von mehr Leuten als von seiner Familie und seinen engsten Freunden gelesen (und selbstverständlich auch gemocht) werden. Man möchte unterhalten!

Fremde Menschen erreichen und sie zum Lachen, Weinen und Nachdenken anregen – das ist das, was ich mir wünsche. Je weniger ich den Menschen kenne, desto besser. Das war letztendlich auch der Grund, warum ich überhaupt mit dem Schreiben angefangen habe. Ich habe für mein Leben gerne gelesen und war fasziniert davon, was einfache Worte in einem bewirken können. Menschen beeinflussen Menschen – meist, ohne dass sie es selbst merken. Als Autor ist man Teil von dem Leben anderer – ohne dass ihnen oder ihm selbst das vollkommen bewusst wäre.

 

Reich und Berühmt werden

„Erfolg hat drei Buchstaben: TUN“

(Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter und Schriftsteller)

Als ich vierzehn war hat meine Mutter mich gefragt, warum ich denn lieber berühmte Autorin, anstatt beispielsweise berühmte Sängerin werden würde. Meine Antwort war einfach: „Als Autor kann man berühmt und reich werden, ohne dass Menschen einen stalken, auf der Straße erkennen und ständig anschreien!“

Nun, bevor das Ziel direkt „berühmt und reich werden“ heißt, sollte man vielleicht erst einmal einen Schritt zurück machen.

Erstes, bescheideneres – und trotzdem genauso hoch gegriffenes – Ziel:

Vom Schreiben leben können.

Es gibt kaum Autoren, die sich vom Schreiben mehr als den monatlichen Benzinverbrauch bezahlen können. Erfolg wird an Geld gemessen und das setzt Autoren ganz schön unter Druck.

Wenn sie jetzt keine 200 Bücher im ersten halben Jahr verkaufen – haben sie dann versagt? Ist ihr Ziel dann missglückt?

Merkwürdigerweise ist das auch immer die erste Frage, die Menschen, denen ich begegne, stellen: „Und? Wie viele Bücher hast du denn jetzt schon verkauft? Wirst du jetzt reich?“

Die Lachanfälle, die ich aufgrund dieser Frage bekommen habe, kann ich nicht mehr an meinen Fingern abzählen. Ich meine immer nur: „Klar, bin ich reich! Das ist die grundlegende Regel, wenn man ein Buch veröffentlicht! Ich verstecke meine Millionen nur unter meinem Bett, damit keiner von meinen Freunden plötzlich verlangt, dass ich ihnen die Anzahlung auf ein Einfamilienhaus vorstrecken soll!“

Für Menschen, die Sarkasmus nicht verstehen: NEIN! Von einem veröffentlichten Buch wird man über Nacht nicht reich (Wer hätte das ahnen sollen …). Aber das ist auch ganz sicherlich nicht mein direktes Ziel. Es wäre ein Traum, vom Schreiben leben zu können (das mit dem reich und berühmt werden lasse ich jetzt mal außen vor), aber eigentlich ist das Ziel, was bei mir immer am schwersten gewogen hat, der nächste Punkt:

Sich selbst verwirklichen

„Schreiben ist eine köstliche Sache; nicht mehr länger man selbst zu sein, sich aber in einem Universum bewegen, das man selbst erschaffen hat.“

(Gustave Flaubert (1821 – 1880), französischer Erzähler und Novelist)

„Wir finden in den Büchern immer nur uns selbst. Komisch, dass dann allemal die Freude groß ist und wir den Autor zum Genie erklären.“

(Thomas Mann (1875 – 1955), dt. Schriftsteller)

Sich fallen lassen, für ein paar Stunden aus der Realität fliehen und in eine andere, nicht unbedingt bessere, aber in eine Welt mit größeren Möglichkeiten verschwinden. Mich selbst mit dem was ich tue begeistern. Wie könnte ich von Menschen verlangen, etwas von mir zu lesen, wenn ich selbst nicht dahinter stehe? Wenn ich nicht selbst über meine Witze lache und über meine Einfälle sinniere?

Bevor man sich auf die Leser konzentrieren kann, muss man erst einmal sich selbst in dem Buch wiederfinden. Denn wenn man sich selbst nicht im Buch findet, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich auch niemand anderes dort erkennen kann.

Also, was war jetzt noch gleich das Ziel!?

Vielleicht ist das Schreiben wie dieser Spruch von Konfuzius, den alle Therapeuten bei sich rumstehen haben: „Der Weg ist das Ziel“. Denn eigentlich gibt es in meinem Leben als Autorin kein direktes „Zufriedenheitsgefühl“. Ist die eine Geschichte vorbei, dann wartet um die Ecke bereits die nächste. Ich bin glücklich, wenn ich ein Buch beendet habe – obwohl ich gleichzeitig weiß, dass das Buch nie beendet sein wird. Denn egal wie oft man seine Geschichten liest, umschreibt und umwirft. Ein Werk ist eigentlich nie vollkommen fertig gestellt. Also was ist das Ziel?

Über mich hinauswachsen, Menschen berühren und erreichen und auf dem Weg dorthin eine Menge über mich selbst mitnehmen. Denn seien wir ehrlich: Ein Autor, der nicht dauernd neue Dinge über sich selbst lernt, kann auch nicht andauernd neue Dinge in Romane verpacken.

Aber eigentlich bräuchte ich gar kein Ziel, um zu schreiben. Ich muss es so oder so tun – ansonsten würde ich schlichtweg platzen! Und wer macht diese Sauerei dann weg!?

„You fail only if you stop writing.“

(Ray Bradbury (1920-2012), amerik. Schriftsteller)

Aber was ist euer Ziel? Was sollte das Ziel eines Autors sein?

Start und Ziel

Bildquelle: http://www.adpic.de/lizenzfreie_bilder/suche/adpic/Start_und_Ziel_107079.html

Bücher haben das bessere Leben, weil …

… sie so richtig dick sein dürfen und sie keiner deswegen verurteilt.

… sie andauernd mit ihren Freunden herumhängen können

… sie sich nie von alleine bewegen müssen.

… sie von Frauen oft zärtlicher berührt werden als der Ehemann.

… sie, wenn man mit ihnen fertig ist, einem den Rücken zukehren können – und das ohne Drama!

… die Seiten, die einem nicht gefallen, einfach umgeblättert werden können.

… Weiß und Schwarz einfach so friedlich zusammen leben können.

… sie oft schicker angezogen sind als ihre Leser.

… sie viele Frauen auf einmal befriedigen können, ohne dass man ihnen Vorwürfe macht.

… sie eine Sprache sprechen, die alle Menschen verstehen können.

… man von ihnen ein Groupie sein kann, ohne dass einem die Security auf den Hals gehetzt wird.

… sie im Bett ein und ausgehen.

… sie den ganzen Tag nur Geschichten erzählen dürfen!

… sie in die Zukunft sehen können.

… sie immer die richtige Antwort haben.

… sie Menschen berühren, wo andere Menschen nicht mehr hinkommen.

books
Bildquelle: http://klaus-hollederer.de/buecher/

Der Smalltalk-Guide : Verbale Hilfe in jeder Lebenslage (Unnützes Wissen richtig einsetzen)

Es gibt kein Wissen, das nicht irgendwann mal für irgendwas verwendet werden kann.

Am meisten brauchen wir tatsächlich das UNNÜTZE WISSEN (Nach einer aktuellen Selbstbefragung von Saskia Louis).

Ich meine, wer kennt das nicht, man lernt neue Leute kennen und möchte ihnen nicht gleich von seiner letzten Darmspülung oder ähnlichem Privaten erzählen. Man braucht einen Eisbrecher und was würde sich da besser anbieten als: „Wussten Sie schon, dass selbst ein guter Schwimmer im Eiswasser nur 200 Meter zurücklegen kann, bevor er stirbt?“ Wenn das mit dem Tod dann die Stimmung runterzieht, dann vielleicht doch lieber: „Wie finden Sie den Schweizer Eishockeyverein FC Bitsch? Oder den TSG Wixhausen aus Deutschland?“

Schon hat man eine angeregte Unterhaltung über peinliche Namen.

Apropos peinlich. Jede Peinlichkeit ist mit unnützen Toiletteninformationen zu überdecken.

„Ich weiß, ich habe mich gerade etwas angepinkelt, aber dafür, dass der Mensch insgesamt sechs Monate seines Lebens auf dem Klo verbringt, ist doch nur einmal ein guter Schnitt oder? Und in Indien wird gerade sowieso ein Softdrink aus Kuhurin entwickelt. Wer sollte sich da also über etwas Urin auf meinem Hosenbein beschweren können?“

Das Herz eines Blauwals ist übrigens so groß wie ein VW Käfer. Davon könnte sich jeder mal ein Stück abschneiden.

Wissen, was eigentlich kein Mensch benötigt, ist übrigens der optimale Weg, auf einer Party Bekanntschaften zu machen. Ein betrunkenes Publikum ist ohnehin schon sehr dankbar, aber vernebelte Leute werden begeistert sein, wenn du erzählst, dass Johann Sebastian Bach zwanzig Kinder hatte. Wenn sie zu vernebelt sind, um zu wissen, wer Bach ist, kann man sie mit der Information, dass leise Fürze meistens mehr stinken als laute oder das der Orgasmus eines Schweins dreißig Minuten dauert, zu Freunden machen.

Womit wir auch gleich zur letzten fiktiven Situation kommen, die mit dem Smalltalk -Guide gerettet werden kann.

Abends liegt man im Bett mit seinem Freund oder Mann und er hat Lust, naja, aber du nicht so wirklich … warum ihn nicht mit einem interessanten Fakt ablenken: „Schatz, lustig, dass man während man schläft etwa zehnmal stündlich seine Liegeposition wechselt, oder? Stabheuschrecken haben übrigens bis zu zehn Wochen lang Sex. Gute Nacht.“ Wenn er es dann immer noch nicht verstanden hat … „Schatz. Das Wort Vanille ist von Vagina abgeleitet. Heute keine Vanille für dich. “

Die Moral von der Geschicht? Verschwendetes Wissen gibt es nicht!

Quelle des Unnützen Wissens: Neo Unnützes Wissen

wissen_ist_macht Quelle: http://www.konsumkinder.at/2013/09/30/wissen-ist-macht/

Dear Sheme of Life (Lieber Lebensplan)

Das vierte Lied für meinen Soundtrack zu „Miss Ich-Bin-Nicht-Verliebt“!

Wenn der Lebensplan mal nicht so funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat – Putzen, Eiscreme essen und eine heiße Nacht mit einem völlig Fremden!

„Verdrängung?
Blödsinn.
Sich mit Fernsehen ablenken?
Völlig überschätzt!
An Dinge denken, die gut in seinem Leben sind?
Ernsthaft!?
Sex mit seinem Nachbarn haben?
Unglaublich, aber wahr: Das beste Mittel zu vergessen!“

******

„Leg schon los. Wie sieht deine Planung aus. Du willst es doch unbedingt loswerden.“

Ich schob meine Unterlippe vor, doch er hatte Recht. Ich wollte es gerne erzählen, deshalb holte ich tief Luft und legte los. „Also: Ich mache mein Studium zu Ende. Werde in einem Verlag angestellt, steige auf, weil ich den Bestseller des Jahrhunderts gefunden habe. Ich verdiene dreimal so viel Geld wie mein Vater und er muss anerkennen, dass ich alles allein hinbekommen habe. Dann verdonnere ich meine Mutter dazu, sich einen Mann in ihrem Alter zu suchen, und wegen meinem Geld und meiner Macht wird sie mir nicht widersprechen. Wenn ich das geregelt habe, finde ich den perfekten Mann. Wir verlieben uns auf den ersten Blick und heiraten ein Jahr später. Dann kriegen wir drei Kinder, zwei Jungen und ein Mädchen, und reisen durch die Welt. Irgendwann werde ich mich mit ihm zur Ruhe setzen und meinen Enkeln dabei zusehen, wie sie in meinem Garten spielen. Dann sterbe ich.“

Jayce runzelte die Stirn und hob eine Hand, als wären wir in der Schule. „Ich hab eine Frage, Miss Sanddorn.“

„Ja?“

„Wann hast du vor, Spaß zu haben und dein Leben zu genießen?“

I Like Cookies, I Love Cake but my Books, yeah, They Can’t Wait! – Der Tag eines Autors

8.00 Uhr: Ich stehe jetzt auf! Ganz sicher. Die Sonne lacht!

8.02 Uhr: Ich bin tatsächlich aufgestanden!

… okay, das ist gelogen. Es war wohl eher 9.00. Und der Himmel sieht beschissen aus.

Okay!!! Das ist auch gelogen. Es war 9.47. Und der Himmel ist in Ordnung. Ein paar Wolken.

10.02 Uhr: PC an geschmissen und angefangen, zu schreiben … nämlich auf die Facebookseite einer Freundin. Gefällt mir.

10.30 Uhr: Manuskript geöffnet, an dem ich gerade arbeite. Neu formatiert. Jetzt sind es schon mehr Seiten! Leider keine Normseiten mehr, also wieder zurück formatiert.

Mist. Wieder weniger Seiten.

10.45 Uhr: Nach ausführlichem Starren auf den Bildschirm, Computer auf Standby gestellt und frühstücken gegangen.

11.15: Zeit für ein zweites Frühstück!

12.00: Kopf gegen die Tastatur geschlagen. Habe jetzt ein spiegelverkehrtes G auf meiner Stirn. Sieht sehr hübsch aus – denke darüber nach, mir ein Tattoo machen zu lassen.

13.10: Habe zwei Sätze geschrieben, sie wieder gelöscht, umformuliert und wieder gelöscht. Egal! Los zur Uni … vielleicht inspiriert mich ja einer der Dozenten. (Lache selbst über meinen Witz)

15.38: Sitze in der Bahn zurück und frage mich, was ich da eigentlich studiere. Habe noch ein Jahr, um berühmt und reich zu werden, bevor ich – Gott bewahre! – richtig anfangen muss, zu arbeiten. Sollte genug Zeit sein, oder?

16.10: Zuhause angekommen und angefangen, mir Mittag/Nachmittag/Abendessen zu kochen, um es gemütlich vor dem offenem Fenster zu essen.

Okay, ich muss aufhören zu schwindeln. Habe Instant Nudeln mit heißem Wasser übergossen und sitze vorm PC, eine Folge Scrubs gucken.

Okay, es sind zwei Folgen. Vielleicht waren es auch drei, weiß nicht mehr so genau.

17.50: Vielleicht sollte ich noch etwas schreiben … aber ich komme einfach nicht über die Stelle hinaus! Überlege, Plot komplett umzuschmeißen und einfach eine spontane Schlacht einzubauen, damit ich in meiner Frustration eine Menge Charaktere niedermetzeln kann.

17.53: Problem: Will nicht George R.R Martin sein und außerdem kann ich ohne Hauptpersonen nicht weiter schreiben. Idee wieder verworfen – mache mir einen Tee.

17.55: Habe mir Tee über meine Hose geschüttet und bin mit mittelschweren Verbrennungen davon gekommen.

Gut. Gelogen! Ich suche nur nach Ausreden, nicht über meine Schreibblockade hinwegkommen zu müssen.

18.10: Ausreden sind mir ausgegangen. Muss jetzt aber auch eh gleich los, zur Bandprobe.

(„gleich“ ist in diesem Fall dehnbar und bedeutet in anderthalb Stunden)

19.10 Habe vergessen, was ich die letzte Stunde über gemachte habe – höchstwahrscheinlich YouTube Videos angesehen, gedöst und sehr unproduktiv in der Gegend umhergeschaut. Da fällt mir ein, dass ich heute eigentlich Sport hatte machen wollen! Naja, zu spät. Ich kann ja morgen früh gehen.

19.47: Sitze in der S-Bahn zur Bandprobe, erleichtert, endlich den PC nicht mehr vor der Nase zu haben … blöde Schreibblockade … aber Moment! Bahnbrechende Idee, wie ich meine Szene weiterschreiben kann.

19.48: Hole Notizbuch aus der Tasche … Bahn hält an. Ich muss aussteigen. AHHH!

19.49: Laufe eine Menge Menschen um, in dem Versuch, zum Proberaum zu laufen und gleichzeitig manisch aufzuschreiben, was mir gerade noch im Kopf herumgeschwirrt ist. Autos Hupen mich an, Fahrradfahrer verfluchen mich und sind verwirrt, dass es kein Smartphone ist, was ich in der Hand halte.

Egal! Ich bin gerade kreativ, lebt damit!

20.04: Beim Proberaum angekommen – nichts gebrochen, wenn auch dreimal fast – und Idee soweit aufgeschrieben … WIESO HABE ICH HIER KEINEN PC!?

21.34: Bandleute beschweren sich, dass ich unkonzentriert bin und dreimal nicht den Text, sondern nur „I Like Cookies, I Love Cake, but my Books, yeah, they Can‘t Wait!“ gesungen habe.

21.35: Erkläre ihnen, dass sie wohl eine Banane im Ohr haben müssen und wir machen weiter.

22.56: Zuhause angekommen, Laptop aufgeklappt und schreibe wie eine Verrückte alles aus meinem Notizbuch ab, damit ich die Szene endlich weiterschreiben kann.

02.34: Mache den Laptop aus und lege mich zufrieden in meine Kissen. Das G auf meiner Stirn tut noch etwas weh, aber das ist schon in Ordnung.

02.34: Mhm. Schade, dass es schon so spät ist. Jetzt komme ich morgen früh wohl doch nicht mehr zum Sport …

Quelle: http://badbirdreads.com/blogspiration-14-im-an-author/
Quelle: http://badbirdreads.com/blogspiration-14-im-an-author/

Das Frau-Mann Debakel (Klischees zusammen gereimt!)

Frauen denken zu viel nach,
Männer viel zu wenig.
Und hiermit einen guten Tag,
der Tag, der mit Klischees bricht!

Männer können sehr wohl zuhören!
… wenn man ihnen nicht im Ohr liegt
Und gestern hab ich, könnt ich schwören,
`nen Mann gesehn‘, der’n Kind kriegt.

Ich, als Frau, kann super parken.
So im Großen und im Ganzen.
Ach ja, und der liebe Nachbarsgarten
ist viel hübscher ohne Pflanzen

Auch Männer kriegen `nen flauen Magen,
wenn sie ihr Baby kriegen
… ich spreche hier vom Sportwagen,
denn der ist ihnen ein Anliegen.

Nein, nein. Jetzt werde ich gemein,
denn Männer sind sensibel
und so sagt dieser letzter Reim:
Wir sind doch kompatibel!

Man’s-day-vs-woman’s-day

Quelle Image: http://watsapping.com/mans-day-vs-a-womans-day/

I’m Not Falling in Love With You …

Das Titellied zu meinem Roman „Miss Ich-Bin-Nicht-Verliebt“ steht ab sofort bei YouTube bereit.
Das ist ein Lied für alle, die wissen, dass Männer kacke sind … naja, meistens. Nicht immer. Also manchmal irgendwie auch nicht. Also … schon, aber – hmh …

„Also? Warst du schon einmal richtig verliebt und wolltest deiner Freundin die Welt vor die Füße legen? Und sie hat sie dann kaputt gemacht?“
„Ehrliche Antwort?“, fragte er.
„Natürlich ehrlich!“
Er schnalzte mit der Zunge. „Bis jetzt hat es sich für mich noch nie gelohnt, alles für eine Beziehung zu geben.“
„Willst du damit ausdrücken, dass deine Vorstellungen, wie eine feste Freundin sein soll, einfach überdimensional und für niemanden erreichbar sind?“
Er überlegte kurz. „Mhm. Nein. Denke ich zumindest. Aber ich brauche einfach eine Art von … Wettbewerb …“
„Wettbewerb? Was denn? Du musst dich erst mit jemandem duellieren, damit du dir vorstellen kannst, für immer mit einer Frau zusammen zu sein?“
„Nein.“ Er lachte laut. „Nenn mich einen egoistischen Idioten, aber ich … eine Frau sollte meine Bedürfnisse erfüllen oder erfüllen können, bevor ich mir darüber Gedanken mache, ob ich auch sie glücklich machen könnte. Herausforderungen – du weißt schon.“
„Uähhh!“
„Ich spreche nicht von Sex!“, bremste Jayce mich schnell aus. „Ich meine auf seelischer und intellektueller Ebene.“
Kopfschüttelnd sah ich ihn an. „Psycho. Du willst nur nicht zugeben, dass du Angst davor hast, dich jemandem vollkommen zu öffnen. Dein Gerede von Wettbewerb und Bedürfnis macht null Sinn. Du suchst Herausforderung nach Herausforderung, weißt aber gar nicht, wonach du dich wirklich sehnst.“
„Ach! Und was wäre das?“ Er tat übertrieben interessiert. „Wonach sehnt sich mein verkümmertes Herz?“
Ich seufzte dramatisch. „Liebe. Geborgenheit. Du sehnst dich nach jemandem, der dich versteht und für dich da ist. Deiner Seelenverwandten! Einer, die dir zuhört und sich um dich kümmert! Die über deine Witze lacht und selbst gute Anekdoten erzählen kann. Einem Fels in der Brandung! Jemandem, der dein Gehirn vernebelt und den du nicht mehr loslassen willst. Bei der dein Herz anfängt zu klopfen, wenn sie anruft, und deren Lächeln dich zu den Sternen fliegen lässt. Danach sehnst du dich – so wie jedes andere primitive Menschlein auch.“
„Jetzt verletzt du meine Gefühle. Ich bin kein primitives Menschlein.“
Ich zuckte die Achseln. „Wahrscheinlich nicht. Aber du willst trotzdem das haben, was jeder haben will.“

Hallo, ich bin neu hier …

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ja schon so ziemlich alles geschrieben habe. Unter anderem auch Haikus, Oden an die Schokolade, peinliche Briefe an meine Wunschtypen (allesamt natürlich nicht abgeschickt!) und Toilettenweisheiten. Einen Blog habe ich allerdings noch nie geschrieben. Wird ja mal Zeit!

Wer jetzt glaubt, dass ich hier nur über Schuhe und Nagellack schreibe (ich hasse Nagellack … der schmeckt so ekelig, wenn man an seinen Nägeln kaut), liegt falsch! Ich schreibe über das Leben, Unsinn, Tiefsinn und meine Schreiberei. Wobei das doch alles irgendwie dasselbe ist, oder nicht?

Also: Herzlich Willkommen und schreibt, kommentiert und kritisiert was das Zeug hält!

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