Der große Fang – Leseprobe

Kapitel 1

 

Heute …

 

„Ich bin kein Held!“

Ryan Hale zog sich genervt die Baseballkappe tiefer ins Gesicht und versuchte sich sanft, aber bestimmt weiter mit der Schulter einen Weg durch die Reportermasse zu kämpfen. Mit dem sanften Teil hatte er ernsthafte Probleme, aber es würde niemandem helfen, wenn er jemanden zu Boden schubste und er am nächsten Tag vom Helden zum Feindbild gemacht wurde.

„Aber Sie haben den Jungen doch gerettet!“, schrie ihm einer der Anzugträger ins Gesicht.

Jetzt ging das wieder los!

„Jeder hätte den Jungen gerettet.“

„Aber nicht jeder hat den Jungen gerettet.“

„Das ist mir doch egal, was nicht jeder hat“, fluchte er und stieß das Mikrofon, das ihm jemand den Hals hinunterzustopfen versuchte, aus seinem Gesicht. „Es macht mich nicht zum Helden, den Arm ausgestreckt und jemanden umgeschubst zu haben. Das macht mich lediglich zu einem Mann mit guten Reflexen.“

„Aber es waren Ihre Reflexe, die den Jungen gerettet haben.“

Es war aussichtslos.

Jeder sah, was er sehen wollte und zuhören tat ihm ohnehin keiner. Abrupt blieb er stehen und hob mit einem verkniffenen Lächeln das Gesicht in die Kamera. „Schön. Ich bin ein beschissener Held! Man sollte mir eine Statue bauen und einen Feiertag nach mir benennen. Den Ryan-Hale-ist-ein-Held-Tag. Dort halte ich dann auch gerne eine Rede darüber, was für ein toller Mensch ich bin! Würden Sie mir jetzt bitte das Mikro aus dem Gesicht nehmen? Sonst werde ich meine außergewöhnlichen Reflexe dafür nutzen, es Ihnen aus der Hand zu schlagen.“

„Moment. Sie haben mir noch gar nicht gesagt, wie Sie sich dabei gefühlt haben.“

„Grandios natürlich“, knurrte Ryan und trat mit seinem Fuß gegen ein fremdes Schienenbein. „Endlich konnte ich der Held sein, als der ich geboren wurde! Ich habe meine Bestimmung gefunden.“

„Möchten Sie der Familie des Jungen noch irgendetwas sagen?“

„Ja, ich würde gerne allen Eltern auf der Welt etwas sagen: Besorgen Sie sich eine Leine und achten Sie drauf, dass Ihre verdammten Kinder nicht einfach so auf die Straße laufen!“

„Ähm …“ Der Reporter ließ sein Mikrofon etwas sinken, bevor er leise murmelte: „Könnten Sie das noch einmal ohne das verdammt vor den Kindern sagen? So können wir das nicht für die 12-Uhr-Nachrichten benutzen.“

„Das ist mir doch egal!“, fuhr Ryan ihn an. „Ich habe sowieso keinen Schimmer, warum Sie mich verfolgen. Meine heroischen Zeiten sind vorbei. Mehr als ein Leben rette ich nicht pro Monat!“

„Aber …“

„Meine Güte, sind denn alle heute Strühs!?“, rief er aufgebracht, bevor er im nächsten Moment die rettende Tür erreicht hatte und sich ins Innere des Stadions flüchtete.

Sobald die Tür hinter ihm zuschlug, konnte er wieder frei atmen und die Stille, die ihn plötzlich umgab, war ihm so willkommen, dass er gerne für mehrere Sekunden einfach nur dagestanden und gelächelt hätte – aber wer wusste schon, wie lange sich die Schakale von so etwas wie einer Tür würden aufhalten lassen? Deswegen schritt er schleunigst weiter. Einfach immer weiter weg von dem verdammten Blitzlicht und dem wirren Stimmdurcheinander.

Ryan hatte sich die letzten Jahre nichts sehnlicher gewünscht, als dass die Presse endlich aufhören würde, ihn wie einen Frauenhasser und bösartigen, gemeinen Menschen darzustellen. Wenn er gewusst hätte, dass es noch viel schlimmer war, der Gute zu sein, hätte er doch glatt lieber nochmal seine Ex-Freundin auf offener Straße als Miststück beschimpft.

Kopfschüttelnd ging er die steril-weißen Gänge entlang auf die Treppen zu. Es war schon absurd genug, dass er sich gerade dabei hatte fotografieren lassen müssen, wie er zu einem Fotoshooting ging, bei dem er sich würde fotografieren lassen! Er fragte sich, ob irgendeiner der Hampelmänner da draußen auch die Ironie darin sah.

Er war nicht erfreut gewesen, als Sam Parker, der PR-Manager der Delphies, ihn darum gebeten hatte, an einem Publicity Shooting teilzunehmen. Das Problem war nur: Wenn Sam um etwas bat, dann war es eigentlich ein Befehl und wenn Sam etwas befahl, dann wehrte ein intelligenter Mensch sich nicht dagegen.
Und Ryan war intelligent. Das hatte ihm zumindest seine Mutter immer gesagt – und die würde ja schließlich nicht lügen …

Jedenfalls durfte er jetzt, wegen eines bescheuerten Nachmittags, an dem er aus Versehen ein Leben gerettet hatte, das Werbegesicht der Delphies sein! Die Saison ging in zwei Monaten los und er verstand ja, dass Sam seinen derzeitigen Heldenstatus ausnutzen wollte, doch … Gott.

Heldenstatus! Er musste dringend ein paar Kaninchen überfahren und ein paar kranke Kinder auslachen, damit er dieses Wort nie wieder denken oder gar benutzen musste. Sein Handy klingelte und er war dankbar für die Ablenkung.

„Hale.“

„Ryan, Schatz, wie geht es meinem Helden?“

Großartig. „Witzig, Mom“, presste er zwischen den Zähnen hervor. „Sehr witzig.“

„Ach, du darfst die ganzen Leute nicht ernst nehmen. Die reden eben gerne. Freu dich stattdessen lieber darüber, deinen alten Titel losgeworden zu sein. Nach deiner letzten furchtbaren Freundin warst du immer nur der ‚Frauenhasser‘ – so eine Schauspielerin kommt mir nicht mehr ins Haus, hast du das verstanden? Ich hoffe doch, du wählst dir deine nächste Liebhaberin sorgfältiger aus.“

Er verzog das Gesicht bei dem Wort ‚Liebhaberin‘ aber im Grunde genommen … ja, das hoffte er auch. Nur schien die Vergangenheit bewiesen zu haben, dass er in dem Bereich kein gutes Händchen hatte. Trotzdem versprach er: „Die nächste Frau, die ich nach Hause bringe, wird süß und einfach und lieb sein.“ Und nicht das Verlangen haben, unsere ganze Beziehung in den Medien breitzutreten, setzte er in seinem Kopf hinzu.

Wo er gerade schon dabei war: Sie würde keine Drama-Queen sein und außerdem genau wissen, was sie wollte und immer klar artikulieren können, wo sie in der Beziehung gerade stand.

Mehr als diesen bescheidenen Wunsch hatte er nicht.

Er wollte wissen, woran er war.

Das sollte nicht zu viel verlangt sein, oder?

„Wie geht es dir denn nun, Schatz? Hast du den Schock überwunden?“

Ryan brauchte ein paar Momente, um zu verstehen, dass seine Mutter nicht von seiner Ex-Freundin sprach, sondern von seinem neu gewonnen und lächerlichen Ruhm. „Ich ja! Die Presse offenbar nicht.“

„Nun, die schreibt doch sowieso, was sie will. Vielleicht ist alles, was du brauchst, ein wenig Ablenkung.“

„Vielleicht. Du hörst dich an, als hättest du auch schon einen Vorschlag, was genau diese Ablenkung sein könnte.“

„Das habe ich in der Tat. Deswegen rufe ich auch an. Ich habe entschieden, deinen Bruder zu dir zu schicken.“

Ryan hielt mitten im Schritt inne. „Du hast was?“

„Ich werde deinen Bruder für ein paar Wochen zu dir schicken.“

„Aha … in Ordnung“, sagte er langsam nickend. „Mom, nur noch eine kurze Frage: warum?“

„Er will das College abbrechen, Ryan! Er schreibt erstklassige Noten, meint aber, er will nicht mehr hingehen. Stattdessen möchte er die Welt bereisen und DJ werden.“

Ryan musste grinsen. „Na, das hört sich doch nach einem Plan an.“

„Ryan Michael Hale, wage es nicht, dich darüber lustig zu machen! Ich werde Ruffy seine Zukunft nicht wegwerfen lassen. Doch er hört einfach nicht auf mich. Dein Vater hat es auch schon versucht und hat kläglich versagt, deswegen bist du jetzt dran. Zu dir hat er immer aufgesehen.“

Schnaubend erklomm Ryan die nächste Treppe. „Hat er nicht! Er findet Baseball bescheuert.“

„Nun ja, ich will nicht bestreiten, dass er dich lieber als Basketballer sehen würde, aber dennoch hast du immer eine gewisse Vorbildfunktion erfüllt. Wann darf er also kommen?“

„Wann? Würdest du ihn gerne direkt morgen schicken, oder was?“

„Wenn ich könnte, ja. Aber eine kleine Wahl möchte ich dir schon geben. Wie wäre es mit März?“

„Im März bin ich in Arizona beim Frühlingstraining und mitten in der Saisonvorbereitung.“

„Dann wird er eben danach kommen und dann wirst du ihm in ganzer Bandbreite davon berichten, wie das College – und vor allem der Abschluss – dich menschlich und intellektuell gefordert, verbessert und reifer hat werden lassen.“

Wenn Ryan ehrlich war, dann war das College für ihn Zeitverschwendung gewesen und das Einzige, was er gelernt hatte, war, wie man Frauen aufriss. Also ja, schon: Es hatte ihn verbessert. Über das reifer werden ließ sich diskutieren. Aber er würde einen Teufel tun, seiner Mutter das zu sagen.

„Ich weiß nicht, Mom, ich bin im Moment sehr beschäftigt. Dieses Heldentum ist gerade sehr anstrengend und zeitaufwändig. Da sollte ich mich voll und ganz drauf konzentrieren.“

„Du bist kein Held, das wissen wir beide, also reiß dich zusammen und rücke Raphael den Kopf gerade! Ich melde mich noch einmal, wenn ich Genaueres weiß.“

Ryan lachte leise. Es ging doch nichts über mütterliche Liebe. Wenigstens sprach sie endlich aus, was er schon längst wusste. Er war kein Held!

Er war Baseballspieler, machte sich gut auf Cornflakes-Packungen, war ein talentierter Koch und Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spieler – aber er war kein bescheuerter Held, nur weil er ein anständiger Mensch war!

„Okay, in Ordnung. Ich versuche, Raphaels Kopf deine Werte und Vorstellungen zu infiltrieren. Kann aber nichts versprechen.“

„Könntest du das bitte taktvoller ausdrücken?“

„Ich werde versuchen, Raphaels Traum kaputtzumachen?“

„Besser. Und du hast ja noch mehr als zwei Monate, in denen du vorbereiten kannst, was du zu ihm sagst. Hab‘ dich lieb, Ryan.“

„Ich dich auch, Mom. Grüß Dad und pass auf deinen Blutdruck auf.“

„Meinem Blutdruck wird es fantastisch gehen, sobald Ruffy wieder auf dem College ist.“

„Klasse, Mom. Setz mich bloß nicht unter Druck.“

„Das ganze Leben besteht aus Druck, Schatz, und meine Aufgabe ist es, dich darauf vorzubereiten! Wir sehen uns, rette nicht allzu viele Jungen, bis dann!“

„Bye“, seufzte Ryan und legte auf.

Einige Sekunden blieb er auf dem Treppenabsatz stehen und sah auf sein Handy. Wenn er sich nicht irrte, dann würde … jap.

Das Telefon vibrierte und eine Nachricht von Ruffy leuchtete auf: Versuch ruhig, mich zu überzeugen, du rennst bei mir gegen eine Wand.

Ich habe mehr Angst vor Mom als vor dir, tippte er zurück und schob sich das Telefon wieder in die hintere Jeanstasche. Raphael und er hatten es sich angewöhnt, über den Zweitapparat in ihrem Haus die Gespräche ihrer Mutter zu belauschen. Sie war bis heute nicht dahintergekommen – was vor allem daran lag, dass Ryans Dad die Leitung ebenfalls benutzte, um sie dabei zu belauschen, wenn sie sich über ihn bei ihren Freundinnen beschwerte und das Geheimnis akribisch unter Verschluss hielt. Ryan hatte das schon immer für sehr intelligent von seinem Vater gehalten, denn so wusste dieser, was er tun musste, um seine Frau Janine glücklich zu machen – und konnte es so aussehen lassen, als wäre er selbst darauf gekommen. Er wollte die Ehe seiner Eltern nicht riskieren, würde seiner Mutter also nie etwas verraten.

Er nahm die letzten Stufen und warf der Tür, vor der er nun stand, einen miesepetrigen Blick zu.

Manchmal wünschte er sich, einfach so richtig hässlich zu sein. Dann würde sicherlich niemand sein Gesicht in einer Zeitschrift sehen wollen.

Leider war er wunderschön.

„Verdammte Gene!“, murmelte er, bevor er die Tür aufstieß.

 

 

Kapitel 2

 

„Oh mein Gott, Grace, oh mein Gott, Grace!“

„Was? Alles gut? Dein Gesicht ist ganz fleckig, Kay.“

„Ich weiß!“, sagte ihre Freundin aufgeregt und lief hastig um sie herum, um die Tür hinter ihr zu schließen. „Aber Grace! Ryan hat es im Fernsehen benutzt!“

Grace seufzte und eilte mit den vollgepackten Einkaufstüten in die Küche. Sie war spät dran. Wieder einmal.

„Was hat er benutzt? Ein Kondom? Einen Sonnenhut?“

„Nein, du Verrückte! Strüh! Er hat das Wort Strüh im Fernsehen benutzt!“

Ach, Strüh. Das Wort, das eine Million Bedeutungen hatte und das ihre beste Freundin in Amerika verbreiten wollte. Das Wort, das ihr tierisch auf die Nerven ging.

„Das ist der Anfang, ich sag‘ es dir“, fuhr Kaylie fort. „Bald werden es alle kennen und dann …“ Sie hielt abrupt inne, als Grace sich zu ihr umdrehte und sie sie offenbar zum ersten Mal ansah.

Ihr Mund öffnete sich zu einem schockierten ‚Oh‘.

„Ja, ich weiß, ich weiß!“, seufzte Grace und bückte sich, um die Milch aus der Papiertüte zu fischen und im Kühlschrank zu verstauen. „Meine Haare sind kurz!“

„Ähm, ja …“, sagte Kaylie langsam. „Und orange.“

Mist. Grace hatte gehofft, sie hätte das verdrängen können.

„Ja, sie sind orange und kurz und hätte ich das Geld, würde ich meinen Frisör verklagen!“, stöhnte sie und richtete sich wieder auf. „Aber ich habe das Geld nicht und ich bin spät dran für einen Termin.“

„Oh, okay.“ Entschuldigend hob ihre Freundin die Hand. „Ich sage nichts mehr.“

„Natürlich musst du etwas sagen, Kaylie! Meine Haare sind orange“, jammerte Grace und legte sich beide Hände aufs Gesicht. „So kann ich doch nicht rausgehen! Ich hab‘ gleich einen wichtigen Job und ich will nicht gefeuert werden, weil ich unangemessen am Arbeitsplatz erscheine!“

Dieser Tag war ein verdammtes Desaster – und Grace hatte nicht einmal die Zeit dafür, sich darüber ausgiebig zu beschweren, denn wie gesagt: Sie war spät dran.

Schon wieder!

Und sie durfte nicht zu spät kommen.

Schon wieder!

„Hier, warte“, sagte Kaylie optimistisch, machte einen Schritt in den Flur hinein und zog eine Kappe vom Garderobenhaken. „Setz die auf.“

Skeptisch nahm Grace die Kappe entgegen. „Und dann?“

„Dann setzt du sie nie wieder ab!“

„Toller Rat!“, schnaubte sie und beeilte sich damit, auch die restlichen Einkäufe zu verstauen. Die Kappe platzierte sie dennoch auf ihrem Kopf.

Kaylie lächelte entschuldigend und bückte sich nun nach dem Gemüse. „Hast du wenigstens dein Geld zurückverlangt?“

„Ich …“ Grace stockte, öffnete den Mund und schüttelte schließlich verdrießlich den Kopf. „Nein, habe ich nicht. Sie sah so jung aus. Und ich glaube, sie hat Kinder, da konnte ich ihr doch nicht mein Geld wegnehmen.“

„Grace, deine Haare sind orange! Du hättest ihr viel mehr als ihr Geld wegnehmen sollen!“

Ja, rein logisch gesehen war das richtig, aber … die Frisörin hatte so begeistert ausgesehen. Und wer war Grace, ihr die Laune kaputtzumachen? Außerdem war sie ja schließlich dort gewesen, um eine kleine Typänderung zu durchlaufen und die hatte sie nun definitiv bekommen, oder? Und der Schnitt an und für sich war ja gar nicht schlecht. Vielleicht etwas kürzer als schulterlanges Haar, wie sie es sich vorgestellt hatte, und auch etwas stufiger und mit etwas mehr Pony als sie verlangt hatte, aber … das Mädchen war sehr höflich gewesen und hatte ihr einen amüsanten Witz erzählt und … ach, verdammt nochmal, ihre Haare waren orange und Grace hasste eben Konfrontationen mit fremden Menschen! Harmonie war so viel angenehmer als Streit und Missbilligungen und Missgunst und all diese anderen hässlichen Gefühle.

Und wenn sie mit orangefarbenen Haaren leben musste, um einer Frisörin nicht das Herz zu brechen, dann würde sie das eben tun.

„Ich muss mich wirklich beeilen“, sagte sie und stopfte die nun leere Tüte in eine Schublade. „Das ist mein erstes Sport-Shooting und ich bekomme einen Haufen Geld, wenn ich mich vernünftig anstelle.“

„Ach, das schaffst du schon. Sportler zu fotografieren stelle ich mir simpel vor. Zieh ihnen das T-Shirt aus, lass sie die Arme hinter dem Nacken überkreuzen und schon hast du ein Bild, das alle lieben werden!“

„Du meinst, Frauen.“

„Ja. Ist das nicht die Leserschaft?“

Grace lachte. „Eigentlich nicht wirklich.“ Aber sie hatte keine Zeit, Kaylie zu erläutern, dass die SportsIn größtenteils an Männer verkauft wurde, von denen sich die meisten nicht sonderlich für einen muskulösen Oberkörper interessieren würden. Abgesehen von den Steroid-Opfern, die sich an dem Blick von Muskeln ergötzten. Aber höchstwahrscheinlich würde es dennoch mindestens ein Bild geben, auf dem das Fotoobjekt halbnackt zu sehen war. So war die ungeschriebene Regel. Und die Bilder konnten immer noch an ein Frauenmagazin verkauft werden.

„Ist auch egal“, stellte sie fest und fegte an Kaylie vorbei in ihr Schlafzimmer, um sich aus ihrer Jeans zu schälen und in einen grauen Businessrock zu schlüpfen. Sie hatte den Job erst seit zwei Wochen und sie war darauf angewiesen, einen professionellen Eindruck zu machen.

Na ja, andererseits hatte sie orangefarbene Haare, sie könnte also auch gleich mit zerrissenen Jeans und Bikinioberteil zum Termin gehen.

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